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Traditionelle Bundesfeier 2017 - ein Rückblick in Bildern und Worten

Link zu den Fotos der 1. Augustfeier 2017 (von www.samuelbuettler.ch)

Quelle Obwaldner Zeitung vom 2. August 2017 - Birgit Scheidegger - Link zur Obwaldner Zeitung

«Man muss nicht alles schlechtreden»

Seit dem Rütlischwur im Jahre 1291 sind etliche Jahrhunderte vergangen, doch der Stolz der Eidgenossen ist geblieben. Jedes Jahr wird an den Bundesfeiern Einigkeit gezeigt, Traditionen und Geselligkeit werden gepflegt. Und die Festredner betonen, in was für einem schönen und sicheren Land wir leben.

Doch nicht jeder sieht dieses Privileg, wie Ständerat Erich Ettlin in seiner Festrede erklärte. Er erzählte von einem Anruf und der Wut eines älteren Bürgers, der sich eine halbe Stunde seinen Frust von der Seele redete. «Ich habe hingehört und nachgefragt und überlegt, woher diese Wut kommt», so Erich Ettlin. «Vielleicht wäre es gut, sich auch einmal damit zu befassen, was man hat oder hatte, und nicht mit dem, was man nicht hat oder hatte.» Im Alter gäbe es schon die eine oder andere Sorge. «Aber rechtfertigt dies, alles andere schlechtzureden?» Ettlin erinnerte daran, dass die Bürger in der Schweiz in einer sicheren Umgebung leben, in der man frei seine Meinung äussern darf. «Wir leben in einem Land mit der besten Gesundheitsversorgung und dem besten Bildungssystem, wir geniessen Rechts­sicherheit, können uns per Abstimmung zu verschiedenen Anliegen äussern und sogar mit anderen zusammen missliebige Politiker abwählen. Hier geboren zu sein, bedeutet Glück.» Natürlich sei nicht alles gut, und es gäbe viel zu verbessern. «Aber ich kann mir und uns nur raten, das überwiegend Positive in unserem Land zu sehen und auch den Jungen dankbar zu sein, die in vielen Belangen solidarisch sind und ihren Teil beitragen.»

Während seiner Rede standen Ettlin der Weibel sowie die beiden Helmibläser Herbert Durrer und Niklaus von Rotz zur Seite, alle traditionell in den Landesfarben gekleidet. «Wir feiern heute ein weiteres Mal den Geburtstag der Schweiz, und jeder soll sich Gedanken machen», so Vizegemeindepräsident Beat von Deschwanden. «Wenn ich mir das Weltgeschehen anschaue, muss ich sagen, uns geht es nicht schlecht.»

Einigkeit zeigten die Kernser beim Singen der Nationalhymne. Die meisten kannten den Text auswendig. Umrahmt wurde der offizielle Teil von der einheimischen Musikgesellschaft sowie einem Alphornduo. Und während die Kinder fröhlich in der aufgestellten Hüpfburg tobten, genossen die Besucher die von der Gemeinde spendierten Älplermagronen.
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Erich Ettlin
Ständerat Erich Ettlin als wortgewandter 1. Augustredner flankiert vom Gemeindeweibel Sepp von Rotz und den beiden Helmibläsern Hubert Durrer und Niklaus von Rotz

Datum der Neuigkeit 8. Aug. 2017
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