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Erlebnisbericht LIFT – Einführung in die Arbeitswelt

LIFT steht für: «Leistungsfähig durch individuelle Förderung und praktische Tätigkeit». Schüler und Schülerinnen werden im Jugendprojekt LIFT mit Unterstützung eines Lehrerteams in die Arbeitswelt eingeführt. LIFT ist ein schweizweites Projekt. Mit Stand Dezember 2016 konnte LIFT in der ganzen Schweiz 178 Partnerschulen in allen drei Sprachregionen gewinnen. Regelmässige Wochenarbeitsplätze in lokalen Betrieben unterstützen einige unserer Schüler und Schülerinnen der Oberstufe an der Nahtstelle zwischen Volksschule und Berufswelt. Die Jugendlichen absolvieren in den Industrie- und Gewerbebetrieben der Region an ihren freien Mittwochnachmittagen Kurzeinsätze von ca. 2 – 4 Stunden.

Sie üben sich in den Schlüsselkompetenzen wie zum Beispiel; Einsatz und Durchhaltevermögen, Pünktlichkeit, Arbeitstempo, Qualität der Arbeit, Erscheinung und Auftreten, Höflichkeit und Sprache, Teamarbeit, Selbstständigkeit und Fragestellung. Eine Wochenlektion, die durch eine Fachperson der Schule Kerns begleitet wird, ermöglicht den Schülern und Schülerinnen, ihre wertvollen Erfahrungen der Arbeitseinsätze, in Kleingruppen
miteinander auszuwerten und lösungsorientiert anzugehen.

Fünf Jugendliche haben dieses Schuljahr unser LIFT-Angebot besucht. Acht Betriebe, Garage Röthlin, Kerns; Pasta Röthlin, Kerns; Migros, Sarnen; Nahrin, Sarnen; Eberli Bau AG, Sarnen; Sika, Sarnen; Garage Blättler, Sarnen und neu die Rosengärtnerei Durrer in Kerns, haben schon Jugendliche betreut oder bieten im Moment einen Wochenarbeitsplatz an. Die Gemeinde Kerns hat den Beitritt zu unserem Projekt vor den Sommerferien bestätigt, was uns einen weiteren Wochenarbeitsplatz zur Verfügung stellt. Somit beteiligen sich neun Betriebe an unserem LIFT-Projekt. Das ist super! Herzlichen Dank an dieser Stelle!

Die gemachten Erfahrungen im ersten Arbeitsmarkt sind für die beteiligten Schüler und Schülerinnen sehr wertvoll. Die Begegnung mit der Berufswelt schafft eine realistische und motivierende Grundlage für ihre Berufswahl. In einem Interview wurden die Eindrücke der Schüler und Schülerinnen erfragt. Rückmeldungen der teilnehmenden Schüler:

G. 16 Jahre; 3. IOS Kerns
Ich habe mich für das Liftprojekt entschieden, nachdem mich mein Lehrer darauf aufmerksam gemacht hat. Ich habe in diesem Schuljahr eine Lektion Modulkurse pro Woche besucht und zwei Wochenarbeitsplätze (WAP) abgeschlossen. Ich habe soeben letzte Woche bei der Sika in Sarnen meinen zweiten WAP beendet. Vorher war ich bei der Pasta Fabrik Röthlin im Einsatz. Jeder Wochenarbeitsplatz dauerte mindestens drei Monate. Meine Arbeiten waren: Rüsten, Putzen, Umsortieren, Etikettieren, Transportieren, Beschriften und Einwickeln. Für mich war es interessant, Einblicke in die Berufswelt zu erhalten. Ich habe Pünktlichkeit, Regelmässigkeit und gutes Auftreten gelernt unabhängig von meiner momentanen befindlichkeit. Wenn ich einmal verhindert bin, so muss ich mich abmelden. Ich habe gelernt, dass auch Arbeiten, die ich nicht so gerne mache, zur Arbeit gehören. Wie z.B. das Putzen. Ich empfehle das Liftprojekt für die erste und zweite Oberstufe.

S. 15 Jahre; 3. IOS Kerns
Am LIFT-Projekt habe ich teilgenommen, weil ich den Beruf der Detailhandelsassistentin besser kennenlernen wollte. Als sich dann ein Wochenarbeitsplatz bei der Migros ergeben hat, konnte ich meiner Neugier nachgehen, was mich sehr freute. Als Detailhandelsassistentin habe ich Gestelle eingeräumt und Lagerräume aufgefüllt. Ordnung muss sein. Da ich drei Monate jeden Mittwochnachmittag gehen durfte, erhielt ich einen Einblick in die verschiedenen Abteilungen der Migros. Besonders gefallen hat mir dabei die Blumenabteilung, weil ich dort mit Heissleim arbeiten konnte. Ein kleiner Nachteil war, dass sich jedes Mal jemand anderes um mich gekümmert hat. Da hätte ich mir eine Ansprechperson gewünscht, die mich über diese drei Monate hinweg begleitet hätte. Trotzdem würde ich das Lift-Projekt wieder machen, weil ich auf diesem Weg Berufe besser kennen lerne und unmittelbar gezielte Rückmeldungen zu meinem Arbeitsverhalten bekomme. Diese zeigen mir, woran ich an mir noch arbeiten muss und welche Anforderungen von der Berufswelt auf mich zukommen werden. Das Projekt war für mich wertvoll, weil ich neue Leute kennen gelernt habe und die Gelegenheit erhielt, in einem Betrieb mitzuarbeiten. Gleichzeitig habe ich gemerkt, dass ich offener und gesprächiger sein möchte. Die Rückmeldungen der Erwachsenen Mitarbeiter / innen haben mir dies bestätigt und aufgezeigt, mit welchen Strategien ich dieses Ziel erreichen könnte. Ich habe eine Lehrstellenzusage erhalten, was mich sehr freut.

N. 15 Jahre; 2. IOS
«Ich erhalte Einblick und kann mitarbeiten beim Putzen der Motoren, beim Ölwechsel und vieles mehr. Ich habe gelernt, wie wichtig es für mich ist, mich gut verständigen zu können». Ich bekomme Einblicke in den Beruf, in die Firma und muss mich in Arbeitsdisziplin, Pünktlichkeit, Ausdauer und in Teamarbeit üben. Mir gefällt das Jugendprojekt sehr gut. Ich habe mit einem positiven Arbeitszeugnis meinen ersten Wochenarbeitsplatz abgeschlossen. Dies gibt mir die Möglichkeit, mich bei einer Lehrstellenbewerbung mit einer praktischen Erfahrung zu bewerben. Ich werde nach den Sommerferien einen zweiten Wochenarbeitsplatz besuchen.

Isa Roosens, Leiterin Jugendprojekt LIFT, Schule Kerns
Lift
 

Dokument Erlebnisbericht_LIFT_-_Einfuhrung_in_die_Arbeitswelt.pdf (pdf, 4933.5 kB)


Datum der Neuigkeit 8. Aug. 2017
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