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Rückblick auf die Informationsveranstaltung "Zukunft der Schule Kerns inkl. Aussenschule Melchtal"

Am Mittwochabend, 27. September 2017 informierte der Einwohnergemeinderat Kerns anlässlich einer Orientierungsveranstaltung über die Zukunft der Schule Kerns. Dabei ging es um die folgenden drei Schwerpunkte:
• Stärkung der Aussenschule Melchtal
• Entwicklung der Schülerzahlen und deren Auswirkungen
• anstehende bauliche Massnahmen

Stärkung der Aussenschule Melchtal
Aufgrund der bekannten Geburtenzahlen können zurzeit ziemlich verlässliche Aussagen zur Entwicklung der Schülerzahlen bis zum Beginn des Schuljahres 2021/22 vollzogen werden. Aufgrund von Zu- und Wegzügen wird die rollende Planung laufend angepasst. In der Regel ist nicht mit massiven Schwankungen zu rechnen. Während dem in Bezug auf das gesamte Gemeindegebiet von Kerns vorderhand noch von steigenden Schülerzahlen ausgegangen wird, geht die Anzahl der Schülerinnen und Schüler im Melchtal zurück. Gemeinderat Pius Hofer als Vorsteher des Departements Bildung, Kultur und Sport verrät: "Der Einwohner-gemeinderat sieht dennoch vor, an der Aussenschule Melchtal festzuhalten und will diese mit strukturellen Massnahmen stärken." Im aktuellen Modell gehen alle Kinder aus St. Niklausen und Melchtal bis zur 4. Klasse im Melchtal zur Schule und wechseln anschliessend ab der 5. Klasse nach Kerns. Im Melchtal werden dazu drei Klassen geführt (Kindergarten, 1. & 2. Klasse, 3. & 4. Klasse).

Im Hinblick auf das Schuljahr 2020/21 besteht das aktuelle Planungsszenario des Einwohnergemeinderats darin, im Melchtal eine Basisstufe vom kleinen Kindergarten bis zur 2. Klasse und eine Mehrjahrgangsklasse von der 3. bis 6. Klasse einzuführen. Mit dieser Veränderung wären alle heutigen Melchtaler Zweitklässler und ihre nachfolgenden Schulkinder konfrontiert. Die Kinder aus St. Niklausen würden ab dem Jahr 2020/21 nicht mehr im Melchtal unterrichtet, sondern die Schule in Kerns besuchen. Würden die Kinder aus St. Niklausen weiterhin im Melchtal zur Schule gehen, könnte das neue Klassenmodell nicht eingeführt werden. Im jetzigen Modell mit drei Klassen sind es inklusive den St. Niklausern bald zu wenig Schüler für das aktuelle Modell. Im Gegenzug wären es im angedachten neuen Modell mit den St. Niklausern zu viele Kinder. Pius Hofer als neuer Schulratspräsident hat sich von der angestrebten Stärkung des Melchtals in seiner erst 3-monatigen Amtszeit überzeugen lassen: "Im Melchtal wird mit der angedachten Variante der Charakter einer Dorfschule erhalten und verstärkt. Zudem gelangt mit dem altersdurchmischten Lernen eine bewährte, pädagogisch sinnvolle Lösung zur Anwendung."

Bedarf an drei zusätzlichen Klassenräumen
Die Einwohnerzahl der Gemeinde Kerns hat in den letzten zehn Jahren um rund 800 Personen zugenommen. Per 31. Dezember 2006 waren 5‘444 und per 31. Dezember 2016 6‘270 Personen gemeldet. Aufgrund aktueller interner Prognosen geht der Einwohnergemeinderat bis im Jahr 2023 von einem weiteren Wachstum von rund 200 Personen aus. Der Einwohnergemeinderat hat in seinem Leitbild 2016+ festgehalten, dass er auf Qualität und ein zurückhaltendes Wachstum setzt. Entsprechend dürfte sich die Einwohnerzahl etwa bei 6‘500 – 6‘600 Personen einpendeln. Kerns ist eine Familien- und Wohngemeinde. Aufgrund dieser Tatsache und des vorerwähnten Bevölkerungswachstums sind die Schülerzahlen in den letzten Jahren stetig gestiegen. Zum Anstieg der Schülerzahlen hat zudem die Einführung des freiwilligen zweiten Kindergartenjahres beigetragen.

Das Bevölkerungswachstum und der Wandel in den Schul- und Unterrichtsmodellen haben dazu geführt, dass sich die Gemeinde Kerns seit mehr als zehn Jahren laufend mit der Schulraumplanung auseinandersetzt. "Der Einwohnergemeinderat verfolgt die Strategie, die bestehenden Infrastrukturen laufend an die aktuellen Platzbedürfnisse anzupassen. Bestehende Volumen sollen so lange als möglich eingesetzt und allenfalls leicht erweitert werden. Dies natürlich nur, wenn sich solche Massnahmen auch rechnen", gibt Gemeindepräsident André Windlin einen Einblick. In Bezug auf die Einführung des freiwilligen zweiten Kindergartenjahres hat die Gemeinde beispielsweise auf Beginn des Schuljahres 2015/16 am bestehenden Standort einen Neubau mit zusätzlichen Schulräumen realisiert.

Der Schulraumbedarf ist stark abhängig von den Anzahl Klassen. Die Anzahl Klassen wird wiederum stark beeinflusst von der gesamten Schülerzahl aufgeteilt auf die Schulstandorte und die Schüler pro Schuljahrgang (1.7. – 30.6.). Je nach Konstellation kann die gleiche Gesamtschülerzahl zu sehr unterschiedlichen Klassenzahlen und damit Raumbedürfnissen führen. Trotzdem, dass die durchschnittliche Klassengrösse in den letzten sieben Jahren von rund 16,5 Schüler auf rund 18,5 Schüler gestiegen ist und tendenziell noch erhöht wird, steigt der Bedarf an Klassenzimmern gestützt auf die rollende Planung bis ins Jahr 2023/24 voraussichtlich um drei Einheiten an. 

Das Bevölkerungswachstum und der Wandel in den Schul- und Unterrichtsmodellen haben dazu geführt, dass sich die Gemeinde Kerns seit mehr als zehn Jahren laufend mit der Schulraumplanung auseinandersetzt. "Der Einwohnergemeinderat verfolgt die Strategie, die bestehenden Infrastrukturen laufend an die aktuellen Platzbedürfnisse anzupassen. Bestehende Volumen sollen so lange als möglich eingesetzt und allenfalls leicht erweitert werden. Dies natürlich nur, wenn sich solche Massnahmen auch rechnen", gibt Gemeindepräsident André Windlin einen Einblick. In Bezug auf die Einführung des freiwilligen zweiten Kindergartenjahres hat die Gemeinde beispielsweise auf Beginn des Schuljahres 2015/16 am bestehenden Standort einen Neubau mit zusätzlichen Schulräumen realisiert.

Der Schulraumbedarf ist stark abhängig von den Anzahl Klassen. Die Anzahl Klassen wird wiederum stark beeinflusst von der gesamten Schülerzahl aufgeteilt auf die Schulstandorte und die Schüler pro Schuljahrgang (1.7. – 30.6.). Je nach Konstellation kann die gleiche Gesamtschülerzahl zu sehr unterschiedlichen Klassenzahlen und damit Raumbedürfnissen führen. Trotzdem, dass die durchschnittliche Klassengrösse in den letzten sieben Jahren von rund 16,5 Schüler auf rund 18,5 Schüler gestiegen ist und tendenziell noch erhöht wird, steigt der Bedarf an Klassenzimmern gestützt auf die rollende Planung bis ins Jahr 2023/24 voraussichtlich um drei Einheiten an.

Investitionsbedarf von 6,4 Millionen Franken
Der Einwohnergemeinderat Kerns respektive die dafür eingesetzte Arbeitsgruppe mit Vertretern aus dem Einwohnergemeinderat, Schulrat, Schulleitung und der Verwaltung erachten es vertretbar, Schulraumprognosen mit einem Zeithorizont von fünf bis maximal sieben Jahren anzustellen. Für Gemeindepräsident André Windlin als Vorsteher dieser Arbeitsgruppe ist klar: "Sollte sich zeigen, dass der Bedarf an Schulräumen nach den aktuellen Prognosejahren weiter steigen, besteht dank der rollenden Planung genügend Zeit zu reagieren." Eine weitere Verdichtung oder die Schaffung neuer Räume sind denkbare Szenarien.

In den Jahren 2018 bis 2022 gilt nun vorerst das Augenmerk den baulichen Massnahmen in der Höhe von 6,4 Millionen Franken, deren Finanzierung gestützt auf den aktuellen Finanzplan für die Einwohnergemeinde verkraftbar ist.

In Bezug auf den Schulraumbedarf ist insbesondere das Projekt Schulhaus Dossen massgebend. Der prognostizierte Bedarf von drei Klassenräumen soll damit gedeckt werden können und mit einer Raumeinheit sogar aktuell einen kleinen Handlungsspielraum geschaffen werden. Der Einwohnergemeinderat beabsichtigt dafür an der Herbstgemeindeversammlung einen Planungskredit zu beantragen. In einem Jahr soll das Stimmvolk dann über den Baukredit von rund 3,4 Millionen Franken abstimmen können.
Knapp zwei Millionen Franken davon sollen für die Aufstockung des Schulhauses Dossen aufgewendet werden. Es entstehen dadurch vier zusätzliche Klassenzimmer sowie zwei Gruppenräume. 300'000 Franken sind für die Innensanierung des Schulhauses Dossen vorgesehen. Für 865'000 Franken werden die Massnahmen des Brandschutz-konzepts und bezüglich des hindernisfreien Bauens in den Schulhäusern Dossen und Büchsmatt umgesetzt (u.a. Einbau Lift). Hinzu kommen im Schulhaus Dossen die Gewährung der Erdbebensicherheit. Gemeinderat Ruedi Windlin als Liegenschaftsverantwortlicher präzisiert: "Es handelt sich dabei alles um Massnahmen, welche unabhängig von der Aufstockung des Schulhauses Dossen notwendig werden." So fallen auch die im Baukredit vorgesehenen Kosten für die Provisorien in der Höhe von CHF 285'000.00 so oder so an, da es Sinn macht, während der Sanierung des Schulhauses Dossen die Schulzimmer auszulagern.

Planungskredit anlässlich der Herbstgemeindeversammlung 2017

Anlässlich der Herbstgemeindeversammlung 2016 hatte der Einwohnergemeinderat bereits einen ähnlichen Antrag zur Aufstockung des Schulhauses Dossen gestellt. Die Versammlung unterstützte damals ein Rückweisungsantrag. Unter anderem wurde bemängelt, dass der Einwohnergemeinderat über keine langfristige Gesamtplanung der Bildungsinfrastrukturen verfüge. Weiter wurde die Realisierbarkeit der Aufstockung in Frage gestellt. Die bereits damals erwarteten Baukosten für die Aufstockung von rund zwei Millionen Franken wurden als zu optimistisch taxiert. Weiter wurde bedauert, dass der Einwohnergemeinderat keine vertieften Abklärungen bezüglich dem Baugrund getroffen habe.

Der Einwohnergemeinderat hat in der Zwischenzeit die bereits vorhandene langfristige Gesamtplanung der Bildungsinfrastrukturen im Sinne einer rollenden Planung nachgeführt. Weiter wurden die geforderten vertieften geologischen Abklärungen getroffen. Diese haben gezeigt, dass die Aufstockung unter der Berücksichtigung von erforderlichen Massnahmen durchaus realisierbar ist. Die erforderlichen Massnahmen sind unter anderem statische Verstärkungen und Bauwerksergänzungen. Gestützt auf die vorerwähnten Erkenntnisse und erforderlichen Massnahmen wurde durch einen externen Partner eine aktuelle Kostenschätzung erstellt. Für Gemeinderat Ruedi Windlin ist klar: "Die bereits vielfältig vorhandenen Planungsgrundlagen sowie die vertieften Abklärungen haben den Einwohnergemeinderat in seiner Haltung bestätigt, dass eine Aufstockung des Schulhauses Dossen sinnvoll ist."
Aufstockungsbereich des Schulhauses Dossen - Visualisierung
Aufstockungsbereich des Schulhauses Dossen - Visualisierung

Dokument Informationen_zur_Orientierungsveranstaltung_vom_27.09.2017.pdf (pdf, 373.2 kB)


Datum der Neuigkeit 27. Sept. 2017
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