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Auszeichnung als leistungssportfreundlicher Lehrbetrieb

Nadine Odermatt aus Kerns hat am 1. August 2017 ihre 3-jährige Lehre als Kauffrau bei der Gemeindeverwaltung Kerns begonnen. Die junge Berufsfrau betreibt zudem Leistungssport. Sie wurde im Jahr 2016 U16-Schweizermeisterin im Hochsprung. Im Jahr 2017 gewann Nadine Odermatt Gold an der U18-Schweizermeisterschaften und durfte die Schweiz als Hochspringerin am European Youth Olympic Festival mit Teilnehmenden aus 50 europäischen Ländern vertreten. Dank ihren Leistungen gelang Nadine Odermatt im Herbst 2017 den Sprung ins nationale Hochsprung-Nachwuchskader von Swiss Athletics. Zudem erhielt sie die nationale Talent-Card von Swiss Olympic.

Der Trainingsaufwand von Nadine Odermatt ist beträchtlich. Normalerweise trainiert Nadine Odermatt jeweils am Montag-, Dienstag-, Donnerstag- und Freitagabend. Hinzu kommen Trainingszusammenzüge oder Wettkämpfe am Wochenende. Oft würde Nadine Odermatt so nach der Arbeit / Schule und dem Training erst gegen 21.30 Uhr zum Lernen für ihre Ausbildung kommen.

In Zusammenarbeit mit dem Amt für Berufsbildung Obwalden, Thomas Rymann, dem Trainer von Nadine Odermatt, den Eltern und selbstverständlich der Athletin selber haben die Ausbildungsverantwortlichen der Gemeindeverwaltung Kerns nach einer Lösung gesucht, um die Berufslehre und den Spitzensport bestmöglich aufeinander abzustimmen. Für Roland Bösch als Lehrlingsverantwortlicher war bereits bei der Anstellung von Nadine Odermatt klar, dass solche Fragestellungen auftauchen könnten. "Als sportfreundliche Gemeinde nehmen wir unsere Vorbildfunktion gerne wahr. Es benötigt von allen Seiten eine gewisse Flexibilität. Unser Mitarbeiterteam bringt diese Eigenschaft mit", ist Roland Bösch überzeugt.

Als Basis der Abmachungen mit Nadine Odermatt wurde das Konzept "leistungssport-freundliche Lehrbetriebe Obwalden" herangezogen, welches die Geschäftsleitung des Bildungs- und Kulturdepartements Obwalden am 30. April 2012 erlassen hat. Mit diesem Konzept wird folgende Idee und Absicht verfolgt:

"Für junge Sporttalente ist es nicht einfach Sport und Ausbildung unter einen Hut zu bringen. Rund 2/3 der Jugendlichen wählen den Weg in die Berufswelt über die berufliche Grundbildung. Bei Sporttalenten ist die Situation umgekehrt, rund 2/3 absolvieren eine schulische Vollzeitausbildung, weil die schulische Bildung im Gegensatz zur dualen Bildung eine höhere Flexibilität bietet. Mit dem Konzept „Leistungssportorientierte Lehrbetriebe“ soll genau an diesem Punkt angesetzt werden. Junge Leistungssportler brauchen zur Ausübung ihres Sports und um den Anforderungen einer dualen Bildung zu genügen eine hohe zeitliche Flexibilität. Dies muss den Lehrbetrieben und allen Ausbildungspartnern bewusst sein, nur so gelingt es in der dualen Ausbildung, Sport und Berufslehre unter einen Hut zu bringen."

In Bezug auf die Ausbildung der Hochspringerin Nadine Odermatt wurde in einer Zusatzvereinbarung zum Lehrvertrag das Pensum auf 90 % reduziert. Die dadurch zusätzlich zur Verfügung stehenden rund 200 Stunden setzt Nadine Odermatt zum Lernen und Erledigen von wichtigen anderen Aufgaben rund um ihre Sportlerkarriere ein. Für Nadine Odermatt ist klar: "Dank dieser flexiblen Lösung kann ich meinem Körper mehr Zeit für die Erholung geben." Konkret ist vorgesehen, dass Nadine Odermatt am Montag und Dienstag jeweils nur bis um 15.30 Uhr arbeitet und die restlichen Stunden für zusätzliche Trainingslager und Trainingszusammenzüge einsetzt. Die Vereinbarung ist am 1. Dezember 2017 in Kraft getreten. Am gleichen Tag ist bei der Gemeindeverwaltung Kerns die Auszeichnung als "leistungssportfreundlicher Lehrbetrieb" von Swiss Olympic eingetroffen.
Nadine Odermatt
Nadine Odermatt anlässlich ihrer Teilnahme am European Youth Olympic Festival in Gyõr/Ungarn im Juli 2017.

Datum der Neuigkeit 5. Dez. 2017
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