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6. September 2022
Die Ausführungsplanung des Schulhauses WILLA ist zu wenig weit fortgeschritten. Um den Rückstand aufzuholen, werden die Bauarbeiten unterbrochen.

Anfang Juli 2022 erfolgte der Spatenstich für den Neubau des Primarschulhauses WILLA. In der Zwischenzeit konnten die Pfählungsarbeiten abgeschlossen und die Baumeisterarbeiten in Angriff genommen werden.

In den letzten Wochen haben sich mit dem verantwortlichen Architekten zunehmende Informations- und Kommunikationsprobleme ergeben. Zudem bestehen zwischen der Gemeinde und dem Architekten unterschiedliche Vorstellungen zum Projektaufbau und Projektmanagement. "Als Bauherr sehen wir uns in einer aktiven Rolle. Wir wollen bei wichtigen Fragen, die beispielswese die zweckmässige Nutzung des Schulraums betreffen, entscheiden können", erklärt Diana Zumstein als Präsidentin der Planungs- und Baukommission. Leider konnte mit dem Architekturbüro, welches als Sieger aus dem Projektwettbewerb hervorgegangen ist, keine gemeinsame Ebene gefunden werden.

Einvernehmliche Vertragsauflösung
Inzwischen laufen mit dem entsprechenden Planungsbüro Verhandlungen bezüglich einvernehmlicher Vertragsauflösung. Diese betreffen sowohl den Neubau des Schulhauses WILLA als auch die anschliessend vorgesehene Erweiterung des Schulhaus Sidern.

Als Sofortmassnahme wurde vor rund 10 Tagen dem Bauherrenvertreter Urs Spichtig, von der AK Bautreuhand AG, die vorübergehende Planungsleitung des Projekts übertragen. Eine erste Analyse von Urs Spichtig mit den zuständigen Fachplanern und Unternehmungen hat mittlerweile gezeigt, dass die Detailplanung des Bauprojekts noch viel weniger weit fortgeschritten ist, als erwartet wurde. Unter diesen Umständen macht es für den Einwohnergemeinderat keinen Sinn das Bauprojekt zum jetzigen Zeitpunkt voranzutreiben. Er hat am Montagabend entschieden, die Bauarbeiten am Schulhaus WILLA zu unterbrechen. "Ein solcher Entscheid fällt man nicht leichtfertig. Langfristig gesehen sind wir jedoch überzeugt, dass uns dieser Unterbruch einen grossen Schritt vorwärtsbringt. Kerns soll ein zweckmässiges und langfristig funktionierendes Schulhaus erhalten", stellt Gemeindepräsident Beat von Deschwanden fest.

Auswirkungen noch nicht bekannt
Die Beauftragung eines neuen Architekturbüros für das Neubauprojekt Schulhaus WILLA und gesondert für den Anbau des Schulhauses Sidern wurde umgehend eingeleitet. Wie lange der Bauunterbruch rund um das Schulhaus WILLA dauert, hängt davon ab, bis wann die Detailplanung auf einen zuverlässigen Stand als Gesamtkonzept gebracht werden kann. Anschliessend gilt es in Zusammenarbeit mit den beauftragten Bauunternehmungen einen neuen Umsetzungszeitplan festzulegen. "Das Schulhaus WILLA dürfte auf Grund des Unterbruchs bis zum Beginn des neuen Schuljahres im August 2023 nicht bereitstehen. Wir sind jedoch zuversichtlich, dass die Schule die neuen Räumlichkeiten bis Ende 2023 beziehen kann", blickt Diana Zumstein in die Zukunft.

Die zeitlichen Auswirkungen auf die weiteren Etappen des Projekts "Schulraum für Generationen" mit den Erweiterungen und Sanierungen der Schulhäuser Sidern, Büchsmatt und Dossen ist zurzeit ebenfalls Gegenstand der eingeleiteten Überprüfung der Planung. Sobald diese Erkenntnisse vorliegen, wird die Öffentlichkeit informiert. Ebenfalls können zurzeit keine verbindlichen Aussagen gemacht werden, in welchem Umfang Mehrkosten durch den Bauunterbruch entstehen. Auch in diesem Punkt will der Einwohnergemeinderat in den nächsten Wochen Klarheit schaffen.

Der Einwohnergemeinderat Kerns bedauert die aktuelle Situation sehr. Er erachtet diese Massnahme jedoch als unumgänglich, um ein gut funktionierendes Endresultat zu erhalten sowie ein geordneter und sorgfältiger Bauprozess zu ermöglichen.

 

Baustelle Schulhaus Willa
Bauarbeiten am Schulhaus WILLA wurden unterbrochen (Bild vom 6.9.2022).

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