Die Erfolgsrechnung 2025 schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 127'000 Franken ab. Budgetiert war ein Aufwandüberschuss von 266'000 Franken. Im Rechnungsergebnis sind zusätzliche Abschreibungen von 1.53 Mio. Franken enthalten. Der Gemeinderat beabsichtigt, mit diesen zusätzlichen Abschreibungen künftige Budgets und Rechnungsergebnisse etwas zu entlasten.
Der betriebliche Gesamtertrag von 28.8 Mio. Franken weist Mehreinnahmen von 1.4 Mio. Franken gegenüber dem Budget aus. Der Hauptgrund liegt bei den um 1 Mio. Franken höher ausgefallenen Steuereinnahmen. Wobei die natürlichen Personen um 663'000 Franken und die juristischen Personen um 532'000 Franken höher ausgefallen sind. Im Gegenzug wurde bei den Sondersteuern der budgetierte Betrag um 170'000 Franken nicht erreicht. «Bei den juristischen Personen ist der höhere Ertrag auf Nachfakturierungen aus den Vorjahren zurückzuführen. Es ist davon auszugehen, dass der Ertrag in den folgenden Jahren wieder tiefer ausfallen wird", gibt die Vorsteherin des Departements Finanzen Monika Ettlin-Kellenberger zu verstehen.
Der betriebliche Gesamtaufwand fällt um rund 550'000 Franken tiefer aus als budgetiert und beträgt 27.6 Mio. Franken. Der Personalaufwand konnte um 0.33 Mio. Franken und der Sach- und übrige Betriebsaufwand um 0.52 Mio. Franken unterschritten werden. Hingegen liegt der Transferaufwand um 0.53 Mio. Franken oder rund 8 % über dem Budget. Es handelt sich dabei insbesondere um stark angestiegene Beiträge an Alters- und Pflegeheime sowie die ambulante Krankenpflege. «Die Gesundheitskosten werden uns auch in Zukunft beschäftigen, entsprechend ist es wichtig, dass wir die Gesamtausgaben im Auge behalten. Dies ist im vorliegenden Abschluss 2025 sicherlich gelungen", erklärt Gemeinderätin Monika Ettlin-Kellenberger.
Hohe Investitionstätigkeit
Von den geplanten Nettoinvestitionen von rund 8.7 Mio. Franken konnten rund 3.9 Mio. Franken umgesetzt werden. Die Bruttoinvestitionen betrugen jedoch stattliche 9.9 Mio. Franken. Die grössten Ausgaben fielen mit 6.7 Mio. Franken für die Schulliegenschaften an, insbesondere für das Gesamtschulraumprojekt. Bei den Strassen und Verkehrswegen sowie den Wasserversorgungsprojekten wurden die budgetierten Beträge nicht ausgeschöpft oder es kam zu Verzögerungen. Auf der Einnahmenseite schlägt vor allem die geplante Darlehensrückzahlung der Stiftung Betagtenheim Huwel im Umfange von 5.4 Mio. Franken zu Buche.
Die Gemeinde Kerns weist per 31. Dezember 2025 ein Nettovermögen von 9.66 Mio. Franken aus. Das Nettovermögen zeigt auf, um wie viel das per Bilanzstichtag vorhandene Finanzvermögen (15.00 Mio. Franken) das Fremdkapital (5.34 Mio. Franken) übersteigt. Gegenüber dem Vorjahr beträgt die Abnahme 1.33 Mio. Franken. Pro Kopf der Kernser Bevölkerung ergibt dies ein Nettovermögen von rund 1'470 Franken (Vorjahr 1'685 Franken).
>>> Link zur Jahresrechnung 2025
Gemeindeversammlung am 12. Mai 2026
Die Jahresrechnung 2025 wird dem Kernser Stimmvolk anlässlich der Frühlingsgemeindeversammlung vom 12. Mai 2025 zur Genehmigung vorgelegt. An der Versammlung erfolgt ebenfalls die Wahl des Gemeindepräsidiums (Beat von Deschwanden) und des Vizepräsidiums (Diana Zumstein-Odermatt) auf ein Jahr.
Zudem sollen vier Staatsangehörigen aus Kosova das Gemeindebürgerrecht von Kerns zugesichert werden.
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Zugehörige Objekte
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